Das Liniennetz der Würzburger Straßenbahn

Das Streckennetz der WSB umfasst zurzeit etwa 20 Kilometer. Auf fünf Linien werden jedes Jahr zirka 20 Millionen Fahrgäste befördert. An Arbeitstagen fahren die Bahnen tagsüber im 15-Minuten-Takt. Da sich meist zwei Linien überschneiden, kommt praktisch alle 7 bis 8 Minuten eine Bahn, an Samstagen nur alle 10 Minuten. Sonntags sind nur Züge auf zwei Linien – 4 und 5 – unterwegs und decken im 20-Minuten-Takt das komplette Gleisnetz ab. An Schultagen werden zusätzlich sogenannte Schnellbahnen mit den Nummern 504 und 505 eingesetzt. Diese halten zwischen den Haltestellen "Sanderring" und "Berner Straße" nur noch an der Umsteigehaltestelle "Reuterstraße". Damit werden im Idealfall ein paar Minuten Fahrzeit eingespart. Nach oben scrollen

Liniennetzübersicht

Die fünf Stadtbahnlinien verbinden folgende Stadtteile miteinander:

Linie 1: Sanderau – Hauptbahnhof – Grombühl
Linie 2: Hauptbahnhof – Zellerau
Linie 3: Hauptbahnhof – Heidingsfeld – Heuchelhof
Linie 4: Sanderau – Zellerau (teilweise über Hauptbahnhof)
Linie 5: Rottenbauer – Heuchelhof – Heidingsfeld – Hauptbahnhof – Grombühl

Straßenbahn-Liniennetz 2017

Straßenbahn-Haltestellen Nach oben scrollen

Linie 1: "Sanderau - Grombühl"

Linie 1: "Grombühl - Sanderau"

  • Pestalozzistraße Uni-Klinikum Bereich A
  • Josefskirche
  • Brücknerstraße
  • Berliner Platz
  • Hauptbahnhof West
  • Juliuspromenade
  • Dom
  • Rathaus
  • Neubaustraße
  • Sanderring
  • Eichendorffstraße
  • Ehehaltenhaus
  • Arndtstraße
  • Fechenbachstraße
  • Königsberger Straße

Linie 2: "Hauptbahnhof - Zellerau"

  • Hauptbahnhof West
  • Juliuspromenade
  • Ulmer Hof
  • Congress-Centrum
  • Talavera
  • Neunerplatz
  • Wörthstraße
  • Hartmannstraße
  • DJK-Sportzentrum
  • Sieboldmuseum
  • Bürgerbräu

Linie 2: "Zellerau - Hauptbahnhof"

  • Bürgerbräu
  • Sieboldmuseum
  • DJK-Sportzentrum
  • Hartmannstraße
  • Wörthstraße
  • Neunerplatz
  • Talavera
  • Congress-Centrum
  • Ulmer Hof
  • Juliuspromenade
  • Hauptbahnhof West

Linie 3: "Heuchelhof - Hauptbahnhof"

  • Athener Ring
  • Madrider Ring
  • Wiener Ring
  • Straßburger Ring
  • Berner Straße
  • Heriedenweg
  • Klingenstraße
  • Reuterstraße
  • Andreas-Grieser-Straße
  • Dallenbergbad
  • Steinbachtal
  • Judenbühlweg
  • Ruderzentrum
  • Löwenbrücke
  • Sanderring
  • Neubaustraße
  • Rathaus
  • Dom
  • Juliuspromenade
  • Hauptbahnhof West

Linie 3: "Heuchelhof - Hauptbahnhof"

  • Hauptbahnhof West
  • Juliuspromenade
  • Dom
  • Rathaus
  • Neubaustraße
  • Sanderring
  • Löwenbrücke
  • Ruderzentrum
  • Judenbühlweg
  • Steinbachtal
  • Dallenbergbad
  • Andreas-Grieser-Straße
  • Reuterstraße
  • Klingenstraße
  • Heriedenweg
  • Berner Straße
  • Straßburger Ring
  • Wiener Ring
  • Madrider Ring
  • Athener Ring

Linie 4: "Sanderau - Zellerau"

  • Königsberger Straße
  • Fechenbachstraße
  • Arndtstraße
  • Ehehaltenhaus
  • Eichendorffstraße
  • Sanderring
  • Neubaustraße
  • Rathaus
  • Dom
  • (Juliuspromenade)
  • (Hauptbahnhof West)
  • (Juliuspromenade)
  • Ulmer Hof
  • Congress-Centrum
  • Talavera
  • Neunerplatz
  • Wörthstraße
  • Hartmannstraße
  • DJK-Sportzentrum
  • Sieboldmuseum
  • Bürgerbräu

Linie 4: "Zellerau - Sanderau"

  • Bürgerbräu
  • Sieboldmuseum
  • DJK-Sportzentrum
  • Hartmannstraße
  • Wörthstraße
  • Neunerplatz
  • Talavera
  • Congress-Centrum
  • Ulmer Hof
  • (Juliuspromenade)
  • (Hauptbahnhof West)
  • (Juliuspromenade)
  • Dom
  • Rathaus
  • Neubaustraße
  • Sanderring
  • Eichendorffstraße
  • Ehehaltenhaus
  • Arndtstraße
  • Fechenbachstraße
  • Königsberger Straße

Linie 5: "Rottenbauer - Grombühl"

  • Rottenbauer
  • Brombergweg
  • Max-Mengeringhausen-Straße
  • (Athener Ring)
  • Madrider Ring
  • Wiener Ring
  • Straßburger Ring
  • Berner Straße
  • Heriedenweg
  • Klingenstraße
  • Reuterstraße
  • Andreas-Grieser-Straße
  • Dallenbergbad
  • Steinbachtal
  • Judenbühlweg
  • Ruderzentrum
  • Löwenbrücke
  • Sanderring
  • Neubaustraße
  • Rathaus
  • Dom
  • Juliuspromenade
  • Hauptbahnhof Ost
  • Berliner Platz
  • Wagnerplatz
  • Felix-Fechenbach-Haus
  • Senefelder Straße
  • Uni-Klinikum Bereich D
  • Robert-Koch-Straße Uni-Klinikum Bereich B/C
  • Pestalozzistraße Uni-Klinikum Bereich A

Linie 5: "Grombühl - Rottenbauer"

  • Pestalozzistraße Uni-Klinikum Bereich A
  • Josefskirche
  • Brücknerstraße
  • Berliner Platz
  • Hauptbahnhof West
  • Juliuspromenade
  • Dom
  • Rathaus
  • Neubaustraße
  • Sanderring
  • Sanderring
  • Löwenbrücke
  • Ruderzentrum
  • Judenbühlweg
  • Steinbachtal
  • Dallenbergbad
  • Andreas-Grieser-Straße
  • Reuterstraße
  • Klingenstraße
  • Heriedenweg
  • Berner Straße
  • Straßburger Ring
  • Wiener Ring
  • Madrider Ring
  • (Athener Ring)
  • Max-Mengeringhausen-Straße
  • Brombergweg
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Baustellen

An den Wochenenden 18./19. März sowie 25./26. März wird die zweite Hälfte der Gleisanlage in der Sanderstraße erneuert. Das betrifft die Schienen und das Pflaster. In dieser Zeit verkehren die Züge nur zwischen den Stadtteilen Sanderau, Heidingsfeld, Heuchelhof und Rottenbauer. Am Sanderring bzw. Sanderglacis besteht eine Umsteigemöglichkeit die Omnibusse in Richtung Hauptbahnhof, Grombühl und Zellerau.

Fotos von Baustellen in der Fotodatenbank …

Die Steilstrecke der Linie 5

Die beiden Stadtteile Heidingsfeld und Heuchelhof sind durch eine 5 Kilometer lange Neubaustrecke verbunden, die zum damaligen Zeitpunkt der Fertigstellung Ende 1989 die steilste Straßenbahnstrecke Deutschlands war. Daher weist die 1,6 Kilometer lange Steilstrecke einige Besonderheiten auf, auf die nachfolgend eingegangen werden soll.

Bereits bei der Erschließung des Heuchelhofs in den Sechzigern wurde entsprechend Platz für eine zukünftige Straßenbahnstrecke eingeplant. Man war sich allerdings bewusst, dass herkömmliche Schienenfahrzeuge wie die GTW-D8 nicht in der Lage sind, die Rampe als vollbesetzter Zug und bei jeder Witterung problemlos zu bewältigen. Als Mitte der Achtzigerjahre die neue Linie 5 konkrete Formen annahm, musste sich die WSB überlegen, auf welche Art und Weise der steile Streckenabschnitt befahren werden soll: reicht der Adhäsionsantrieb, wird eine Zahnradbahn benötigt oder soll gar eine Magnetschwebebahn zum Einsatz kommen? Letztendlich gelangte man zu der Überzeugung, dass die maximale Steigung von 91 Promille ohne Magnetschwebe- oder Zahnradtechnik bewältigt werden kann. So ließ die Würzburger Straßenbahn leistungsstarke Fahrzeuge mit Allachsantrieb konstruieren. Siehe auch den Bericht über den GT-E. Nach oben scrollen


Würzburger Straßenbahn: Höhenverlauf der Linie 5

Die Steilstrecke wurde im Gegensatz zur Trasse in der Mergentheimer Straße eingeschottert, um auch bei schlechten Witterungsverhältnissen bestmögliche Haftung zwischen Rad und Schiene zu gewährleisten. Nun standen die Geschwindigkeiten zur Diskussion, mit denen die GT-E und später dann auch die GT-N bergauf und bergab fahren sollten. Für die Bergfahrt sah die WSB keine Probleme und legte die Begrenzung auf 70 km/h fest. Bei Talfahrt war man sich aber nicht sicher, wie lange der Bremsweg bei Notbremsungen sein würde. Dementsprechend waren umfangreiche Testfahrten nötig.

Simulationsberechnungen ergaben, dass die Straßenbahn beim Blockieren aller Räder im Gefälle unter Umständen beschleunigt abrutschen könnte. Bei den Streckenversuchen wurden die Schienen auf der gesamten Länge der Gefällstrecke mit einem Schmierfilm präpariert, um den Rad-Schiene-Reibwert herabzusetzen. Auf den rutschigen Schienen wurden Gleitversuche durchgeführt. Der GT-E beschleunigte bergab auf 62 km/h und legte am steilsten Abschnitt eine Vollbremsung hin, so dass alle Achsen blockierten. Der Gleitweg betrug 26 Meter und nach 228 Metern kam der GT-E wieder zum Stehen. Ein beschleunigtes Abgleiten blieb aus, weil die Räder am ersten Drehgestell den Schmierfilm aufnahmen und die hinteren Radflächen wieder eine bessere Haftung zur Schiene hatten. Aus Sicherheitsgründen entschloss man sich, die Geschwindigkeiten bei Talfahrt auf 40 km/h im oberen Abschnitt und 30 km/h am steilsten, unteren Abschnitt zu begrenzen. Nach oben scrollen

Natürlich war eine technische Geschwindigkeitsüberwachung notwendig, um die niedrigen Geschwindigkeiten auch garantiert einzuhalten. Eine induktive Zugsicherung wäre überdimensioniert und zu teuer gewesen. Ein Überwachungssystem, wie es bei der Zugspitzbahn Anwendung findet, wurde als beste Lösung auserkoren, zumal dafür auch alle geforderten Sicherheitsnachweise vorlagen. Dazu sind an verschiedenen Stellen Permanentmagnete im Gleis verlegt, die beim Überfahren der Züge entsprechende Relais am führenden Drehgestell umschalten. So wird der Straßenbahn mitgeteilt, welchen Abschnitt sie nun befährt. Der Fahrer muss zeitgleich durch Drücken der entsprechenden Taster den Umschaltvorgang bestätigen. Macht er das nicht, bremst der Zug bis zum Stillstand ab. Auch wenn der Fahrer das Geschwindigkeitslimit überschreitet, bremst der Computer die Bahn ab, bis sie zum Stehen kommt. Somit ist für die Sicherheit der Fahrgäste bei Talfahrt garantiert. Nach oben scrollen


Würzburger Straßenbahn: Zugsicherungssystem auf der Linie 5

Seit dem 30.11.1989 ist die Steilstrecke der Linie 5 in Betrieb. In den ersten Jahren fuhren die GT-E mit bis zu 70 Stundenkilometern die Rampe hinauf, selbst bei Regen, Schnee und Eis. Schienenheizungen waren übrigens nicht nötig, da die vordersten Räder das Eis durch das hohe Fahrzeuggewicht wegdrücken. Auch bergab erwiesen sich die Sicherheitsgrenzen als optimal. Nach nur wenigen Jahren zeigten sich allerdings erhebliche Verschleißerscheinungen an den Gleisen. Nicht bestätigten Aussagen einiger Fahrer nach war die Güte der Stahlschienen, die zu Beginn verlegt wurden, nicht ausreichend. Es mussten alle Schienenstränge ausgewechselt werden. Die Höchstgeschwindigkeit für die Bergfahrt wurde von 70 km/h auf 50 km/h beschränkt, um den Schienenverschleiß zu reduzieren. Trotz allem verformen bzw. verschieben sich die Gleise mit der Zeit. Vor einigen Jahren wurden die Schwellen mit Stahlkrampen zusätzlich im Schotterbett arretiert, um zusätzliche Stabilität zu gewinnen. 2011 fanden zuletzt wieder umfangreiche Erneuerungen der Schienenstränge statt, nachdem wegen erheblichem Schlingern der Züge immer öfter Langsamfahrstellen eingerichtet werden mussten. Vielleicht hätte eine sogenannte "Feste Fahrbahn", wie sie auf der ICE-Hochgeschwindigkeitsstrecke zwischen Frankfurt am Main und Köln installiert ist, dauerhaft Abhilfe geschaffen – aber das ist nur eine Theorie.Nach oben scrollen

Streckenerweiterung im Stadtteil Grombühl

Bereits 2012 sollte in Grombühl das Straßenbahnnetz um weitere 800 Meter zum ZOM/ZIM der Universitätsklinik verlängert werden. Ziel ist es, das Uniklinikum vollständig an die Straßenbahn anzubinden. Seit Sommer 2013 ist die Verlegung der Versorgungsleitungen für das Klinikum geklärt. Bei der Straßenbahn hat man sich inzwischen für eine Einfachfahrleitung statt einer Hochketten-Fahrleitung entschieden — die Planungen hierfür dauern etwa neun Monate. Eine Entscheidung der Regierung von Unterfranken über diese Planänderung wird aller Voraussicht nach Ende 2013 erfolgen. Anschließend müssen noch die Versorgungsleitungen des Klinikums verlegt werden. Frühestens im ersten Quartal 2015 könnte die WSB mit der Streckenverlängerung der Linien 1 und 5 beginnen.

Streckenerweiterung GrombühlNach oben scrollen

Linie 6 zum Hubland

Zehn Jahre nach der Inbetriebnahme des Streckenabschnittes "Heuchelhof – Rottenbauer" nahmen die WVV und die Stadt Würzburg die Planungen für eine neue Straßenbahnlinie auf. Die Stadtteile "Frauenland" und "Hubland" sollen mittelfristig an das bestehende Stadtbahnnetz angeschlossen werden. Genauer gesagt geht es um eine Linie 6 mit neuen Gleisen vom Barbarossaplatz über das Frauenland hinauf zur Universität am Hubland. Die neue Stadtbahnlinie käme nicht nur der Bevölkerung im Frauenland und den Studenten zugute, sondern auch den künftigen Anwohnern des neu entstehenden Stadtteils Hubland, wo bisher die Leighton Barracks standen. Als Linienführung standen drei Wege zur Debatte. Am 22. Juni 2009 wurde beschlossen, dass die Linie an der Residenz entlang verläuft und bis 2017 fertiggestellt werden soll. Die Sehenswürdigkeit würde den Status "Weltkulturerbe" dadurch nicht verlieren. 2012 gab die WVV bekannt, dass 60 Prozent der veranschlagten 83 Millionen Euro durch Fördergelder gedeckt wären. Anschließend begann wieder der übliche Kampf mit der Fraktion der Autofahrer, die keine "Einbußen" im Individualverkehr hinnehmen wollen.

Seit Sommer 2013 steht die neue Straßenbahnstrecke zum Hubland auf der Kippe. Der Stadtrat hat über die Finanzierbarkeit der kommenden Bauvorhaben der WSB diskutiert. Das schließt nicht nur die Hublandlinie ein, sondern auch die Modernisierung und Gleisverlegungen im Bereich des Hauptbahnhofes sowie die Erweiterung der Grombühllinie entlang der Oberdürrbacher Straße. Summa summarum ist mit 120 Millionen Euro zu rechnen. Man kam zu dem Schluss, dass nach Abzug der staatlichen Fördergelder die WVV für rund 89 Millionen Euro aufkommen muss. Doch der Konzern wirft derzeit leider nicht genug Gewinn ab, um für die Finanzierung aufzukommen. Doch selbst wenn baldmöglichst eine Lösung gefunden werden würde, könnte die Inbetriebnahme der neuen Straßenbahnstrecke erst frühestens 2020 erfolgen. Nach oben scrollen

Würzburger Straßenbahn: Mögliches Liniennetz ab 2020Nach oben scrollen